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Bay WegDie ersten Ochsenwagenverbindungen zwischen Windhuk und Walfischbay ging über Heusis, Kuriaub zum südlichen Swakop, Tsaobis, Witwater, Tinkas,Rooibank dann im Kuiseb entlang nach Walfischbay und wurde von Jonker Afrikaner im Jahr 1843 angelegt. Zwischen Dezember 1845 und 1847 verkürzte und verbesserte Missionar Rath den Verbindungsweg. Nun konnte man den Weg in nur zwölf Tagen statt den vorher vier Wochen bewältigen. Der Weg führte über Otjingbingwe, Tsaobis, Wilsonfontein, Dieptal, Salem entlang des Langen Heinrichs nach Walfischbay. Carl Hugo Hahn beschreibt in seinen Tagebüchern 1847 die neue Strecke. Er schildert auch das er mehrere Nashörner und Löwen auf Wilsonfontein sichtete. Der Bay Weg war für ungefähr 50 Jahre die Hauptverbindungsroute von Walfischbay ins Inland und alle Güter so wie Menschen passierten diesen Weg. Im Februar 1895 nahm Hauptmann Estorff seine erste Kompanie, bestehend aus 60 Soldaten und einer Kanone, nach Salem an den Swakop. Seine Mannschaft war verwildert und fing an ein liederliches Leben zu führen. Nach den Kämpfen bekam ihnen das ruhige Garnisonsleben nicht. Die Kompanie musste deshalb als Strafe Wegarbeiten verrichten. Um es seinen Leuten schmackhaft zu machen, sagte er ihnen, dass die alten Römer sich durch Straßenbauten ihrer Legionssoldaten einen unvergänglichen Ruhm erworben haben. Die Folge war, dass Estorff den Spitznamen "Der Alte Römer" bekam. 1896 verbesserte Oberleutnant Held mit seinen Männern nochmals den Bay Weg zwischen Tsaobis und Salem. Im September 1897 wurde die Eisenbahnstrecke von Swakopmund aus begonnen zu bauen und erreichte Karibib im Oktober 1899. Der Hauptgrund des Eisenbahnbaus war die immer wiederkehrende Rindersterbe. Der Bay Weg verlor an Bedeutung da sämtliche Güter jetzt mit der Bahn transportiert wurden. 1914 wird der Bay Weg nochmals erwähnt, als General Botha im April mit seinen Zahlenmäßig überlegenen Unionstruppen das Land überfiel. Innerhalb kürzester Zeit trieb er seine Leute, ohne Schlaf und Wasser, nach Tsaobis. Heute haben Sie die Change 30 km entlang diesem Weg auf Wilsonfontein zu fahren oder ihm entlang zu wandern. Dort können Sie noch alte Dosen, Flaschen und Patronenhülsen finden. Am Wege steht auch ein alter Moringabaum mit der Inschrift: "EvB 1889" Als mein Großvater in den 30ger Jahren auf die Farm kam, benutzte er den Bay Weg als Farmpad, weil es eine ausgebaute Straße war, dank dem "Alten Römer" Estorff. |